Naturfotografie: Welches Equipment sollte man besitzen?

Naturfotografie: Welches Equipment sollte man besitzen?

Zum Fotografieren in der Natur gehört neben dem richtigen Wissen auch eine gute AusrĂŒstung. Je nach Bereich, auf den Sie sich fotografisch spezialisieren möchten, können Sie zwischen einer Vielzahl von Tele- und Weitwinkelobjektiven wĂ€hlen. WĂ€hrend die Zoomobjektive besser fĂŒr Tierfotografie geeignet sind, empfiehlt sich fĂŒr das Fotografieren von Landschaften ein Weitwinkelobjektiv. FĂŒr Nahaufnahmen bietet der Markt einige gute Makroobjektive und mit zusĂ€tzlichen Filtern können Sie weiter experimentieren. Neben der KameraausrĂŒstung sollten Sie auch an wetterfeste Kleidung denken.

 

Naturfotografie

Die Naturfotografie ist in erster Linie eine Dokumentation von Landschaft, Tiere und Pflanzen und der kompletten Umwelt. Hier gibt es zahlreiche Unterkategorien, auf die Sie sich spezialisieren können. Jeder der Bereiche benötigt eine andere AusrĂŒstung, die sich meist im Laufe der Zeit immer mehr erweitert. Wenn Sie ein guter Naturfotograf werden wollen, dann ist nicht nur eine gute Kamera und das zugehörige Equipment von großer Bedeutung. Sie benötigen ebenfalls das richtige Know How, um die Motive in die richtige Position zu bringen.

 

Schuhe, Kleidung und Tarnzelte

Wenn Sie sich in der Naturfotografie auf das Ablichten von Tieren spezialisieren möchten, dann sollten Sie an eine gute Tarnung und wetterfeste Kleidung denken. Oft kann das Lauern auf ein Tier mehrere Stunden dauern. In einem Tarnzelt fallen Sie kaum auf und können Ihre Chance auf ein gutes Motiv vergrĂ¶ĂŸern. FĂŒr lĂ€ngere Wanderungen ĂŒber Stock und Stein empfehlen sich feste Wanderschuhe und Gummistiefel. So sind Sie optimal gegen NĂ€sse geschĂŒtzt. Lange Kleidung ist von Vorteil, da Sie in der Natur oft mit MĂŒcken in BerĂŒhrung kommen werden. Auch Ihre Kamera sollte gegen die EinflĂŒsse aus der Umwelt geschĂŒtzt sein. Taschen und RucksĂ€cke sind daher ein Muss. Sie schĂŒtzen die AusrĂŒstung nicht nur vor UmwelteinflĂŒssen, sondern auch vor ungewollten StĂŒrzen.

 

Tele- oder Weitwinkelobjektiv?

Die Auswahl des Objektivs ist wohl das schwierigste an der Beschaffung einer AusrĂŒstung. Fakt ist: es gibt kein richtiges oder falsches Objektiv. Welches Sie fĂŒr Ihre Fotografie verwenden möchten, mĂŒssen Sie selbst heraus finden. Dazu ist es unerlĂ€sslich, dass Sie sich im Voraus ĂŒber den Bereich im Klaren sind, auf den Sie sich fotografisch spezialisieren möchten. In der Tierfotografie ist ein Teleobjektiv die beste Lösung. Brennweiten von 500 bis 600 Millimeter sollten die Objektive schon hergeben. Mit einer durchgĂ€ngigen LichtstĂ€rke von 4.0 haben Sie mit diesen Objektiven die Möglichkeit, einen kleinen Singvogel aus einem Abstand von 6 Metern flĂ€chenfĂŒllend abzulichten. Wichtig ist hierbei jedoch die Funktion der Serienaufnahme. Der Vogel bewegt sich sehr schnell und auch die Fluchtgeschwindigkeit bei dem kleinsten GerĂ€usch ist enorm. Serienaufnahmen erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines gelungenen Fotos. Ein Weitwinkelobjektiv ist mehr fĂŒr die Landschaftsfotografie geeignet. Hier kommt es nicht so sehr auf das Fokusieren eines beweglichen Objektes an. Sie wollen viel mehr weite Landstriche in ihrer vollen Schönheit ablichten. Hier eignen sich Brennweiten von 24 bis 105 Millimeter bestens. Der Markt bietet heute eine Vielzahl von Telekonvertern an. Sie sind eine gute ALternative zu Teleobjektiven, denn sie können einfach auf das vorhandene Objektiv aufgeschraubt werden und verdoppeln so die Brennweite.

 

Makrofotografie

Wenn Sie die kleinen Details der Natur einfangen möchten, dann sollten Sie sich ein Makroobjektiv zulegen. Diese Objektive sind mit einem Wert von 2.8 sehr lichtstark, haben aber meist feste Brennweiten. FĂŒr diese Art der Fotografie sind Stative unerlĂ€sslich. Sie werden hauptĂ€chlich auf dem Boden liegend arbeiten. Hier gibt es Stative, die vollstĂ€ndig aufklappbar sind. So können Sie Ihre Kamera bis kurz ĂŒber die Erde absenken. Stative helfen Ihnen dabei, das Motiv in der richtigen Position einzufangen. Vor allem am frĂŒhen Morgen oder in der AbenddĂ€mmerung herrschen andere LichtverhĂ€ltnisse. Hier sorgen Stative dafĂŒr, dass Ihre Bilder bei den lĂ€ngeren Belichtungszeiten nicht verwackeln. Das Fotografieren mit Blitz halten viele Naturfotografen fĂŒr ĂŒberflĂŒssig. Dadurch entsteht ein kĂŒnstliches Licht, welches die Umgebung unrealistisch abbildet.

 

ZusÀtzliche Utensilien

Nachdem Sie sich das Hauptequipment besorgt haben, können Sie sich an den Feinheiten ausprobieren. In der Landschaftsfotografie werden oft verschiedene Farb- und Graufilter eingesetzt. Die Farbfilter lassen die Bilder in einem anderen Licht erscheinen, wÀhrend der Graufilter die einströmende Lichtmenge kontrolliert. Mit diesem Filter haben Sie die Möglichkeit, bei starkem Licht lÀngere Belichtungszeiten anzuwenden. Dadurch entstehen Fotos, die beispielsweise das Wasser weich werden lassen.

 

AusrĂŒstung fĂŒr Landschafts- und Naturfotografie


Foto-Tutorial mit Uli Staiger